
Christen
pro Köln ist einer von mehreren Arbeitskreisen der
Bürgerbewegung pro Köln,
der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite
vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozeß
einbringt.
23. November 2009:
Pfarrer Teller aus Leverkusen: Beichte ohne Reue
Der katholische Leverkusener Stadtdechant, Pfarrer Heinz-Peter Teller, hat sich seit längerem dem in Mode gekommenen "Kampf gegen Rechts" gewidmet. So hat er monatelang einen polemischen Aufruf des DGB in allen Leverkusener Kirchen gegen "die rechtsextreme Gruppierung" Pro NRW auslegen lassen.
Nun wurde Pfarrer Teller vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner um eine Stellungnahme zu diesem Aufruf gebeten. Pfarrer Teller rudert darin kaum zurück: In einem mehrseitigen Brief versucht er beispielsweise vorzugaukeln, daß lediglich "zwei Unterzeichner" der "linken Szene" angehören, die aber nie das Wort geführt hätten.
Tatsache ist jedoch, daß zahlreiche verfassungsfeindliche Linksextremisten diesen Aufruf unterzeichnet haben, von Mitgliedern der Linkspartei über den VVN, die MLPD und die DKP bis hin zur Antifaschistischen Aktion Leverkusen, wovon sich jeder selbst überzeugen kann: Dieser Aufruf eines Gewerkschaftsfunktionärs ist derzeit auf einer Internetseite des Erzbistums Köln (!) zu finden: Jugendpastoral Erzbistum Köln.
Pfarrer Teller schreibt weiterhin in seinem Brief: "Darüber hinaus haben alle klargestellt, dass bei der geringsten Aktivität mit gewaltsamem und chaotischem Charakter im Namen des Bündnisses die gesamte katholische Seite das Bündnis verlassen wird."
Tatsache ist, daß bei fast allen Infoständen der Partei pro NRW im Wahlkampf in Leverkusen starker Polizeischutz notwendig war, weil Unterzeichner dieses Aufrufes vor Ort waren und massive Störungen durchführten. Einmal mußte wegen eines gewaltsamen Übergriffs auf das Personal des Infostandes ein Krankenwagen gerufen werden. Mehrmals gab es Anschläge auf das Gebäude, in dem der Vorsitzender von pro NRW seine Rechtsanwaltskanzlei führt. Nicht nur in Leverkusen gab es Anschläge und Überfälle, die schließlich in den bürgerkriegsähnlichen Vorkommnissen einer Wahlkampfkundgebung von pro NRW in Radevormwald gipfelten.
Pfarrer Teller hat sich von keinem dieser Vorfälle distanziert. Noch am 26. Oktober 2009 war der Aufruf an der Eingangstür zur Jugendkirche Leverkusen befestigt.
Der Vorsitzende von pro Köln und pro NRW, Rechtsanwalt Markus Beisicht, äußert sich zu dem Schreiben von Pfarrer Teller:
Beisicht: "Ein Politpfarrer beschließt, was man wählen darf und was man nicht wählen darf. Das hat mit Demokratie kaum mehr etwas zu tun."
Beisicht: "Radikale verfassungsfeindliche Linke haben den Aufruf des katholischen Stadtdechanten von Leverkusen, Pfarrer Teller, vor der Kommunalwahl mit unterschrieben."
Der vollständige Brief von Pfarrer Teller ist hier einzusehen.
Abschließend noch ein Wort zu dem Erfolg der Kampagne des rührigen Stadtdechanten Teller: Der ehemalige Leverkusener Oberbürgermeister Küchler (SPD), auf dessen Anregung hin das Bündnis gegen NRW geschmiedet worden sein soll und dem sich Pfarrer Teller angeschlossen hat, wurde bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 abgewählt. Pro NRW erreichte bei dieser Wahl aus dem Stand Fraktionsstärke und zog mit drei Mitgliedern in den Leverkusener Stadtrat ein.
Inzwischen hat die Linkspartei in Nordrhein-Westfalen ihr Programm zur Landtagswahl beschlossen: unter anderem fordert sie die Ersetzung des Schulfaches Religion durch Ethikunterricht.
Wird Pfarrer Teller vor der NRW-Landtagswahl im Mai 2010 nun dazu aufrufen, seine Verbündeten von der Linkspartei nicht zu wählen? Oder hat er auch eine politisch korrekte Einstellung zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht an unseren Schulen?