Christen pro Köln ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro Köln,
der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozeß einbringt.

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04. 09. 2009:

"Mit brennender Sorge ...

…und steigendem Befremden beobachten Wir seit geraumer Zeit den Leidensweg der Kirche, die wachsende Bedrängnis der ihr in Gesinnung und Tat treubleibenden Bekenner und Bekennerinnen inmitten des Landes und des Volkes, dem St. Bonifatius einst die Licht- und Frohbotschaft von Christus und dem Reiche Gottes gebracht hat.“

Mit diesen Worten begann Papst Pius XI. seine am 14. März 1937 veröffentlichte Enzyklika, die er aus Anlaß der dramatischen Bedrohungen der Kirche im deutschen Reich verfaßt hatte. Sie ist heute aktueller denn je. Katholische und evangelische Kirche befinden sich in akuter Bedrängnis durch den Willen der etablierten politischen Klasse, sie im Geiste einer politischen Korrektheit zu instrumentalisieren und für zweifelhafte politische Projekte wie die Aufgabe der abendländischen Werte in Alibihaftung zu nehmen.

Jüngstes Beispiel: In einem Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009 wird erklärt, daß die Positionen von pro NRW mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar seien. Zu den Unterzeichnern dieses Grußworts gehören alle Bischöfe Nordrhein-Westfalens, so auch der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Das ist erschreckend, denn schließlich sind die Bischöfe als vom Papst ernannte Oberhirten ihrer Bistümer in erster Linie Diener des Evangeliums Christi, jener Frohbotschaft also, deren Verbreitung durch den heiligen Bonifatius Pius XI. in seiner Enzyklika erwähnt.

Als Diener und Verkünder dieser Frohbotschaft sind sie im Namen Gottes durch den Papst ernannt. Gemäß dem Konkordatsvertrag, der das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Staat in Deutschland regelt, werden sie vom Staat, also dem deutschen Steuerzahler, bezahlt und sind deshalb zu absoluter politischer Neutralität verpflichtet. Diese Pflicht haben die Bischöfe in NRW nun zum wiederholten Mal mißachtet. Das ist umso schlimmer, weil sich Bischöfe und die unterzeichnenden Vertreter der evangelischen Kirche anmaßen, bei dieser politischen Stellungnahme im Namen aller Mitglieder ihrer Kirchen zu sprechen.

Zudem gewinnt der Leser den Eindruck, daß sich niemand der Unterzeichner mit den durchweg demokratischen Positionen von pro NRW auseinandergesetzt hat. Ansonsten wäre ihnen aufgefallen, daß sie mit der erklärten Ablehnung der Positionen der Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen nicht nur die Demokratie, sondern auch das von ihnen so gepriesene friedliche Zusammenleben der Menschen in unserem Land ablehnen, das eines der Hauptziele der pro-Bewegung ist.

 

Die schweizer Pfarrerin Dr. Christine Dietrich spricht beim Antiislamisierungskongress im Mai 2009 den Segen.

Dieses Heulen der Kirchenmänner mit den Wölfen hat alle Christen der pro-Bewegung - darunter zahlreiche Kirchenvorstandsmitglieder, Pfarrgemeinderäte oder sogar Priester - sehr verärgert, und viele denken über einen Kirchenaustritt nach. Insbesondere die Tatsache, daß der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner das Grußwort ebenfalls unterschrieben hat, sorgt für nachhaltige Irritationen. Meisner war schließlich vor seiner Ernennung zum Kölner Oberhirten lange Jahre Bischof im Bistum Berlin und erlebte die Bedrohungen und Einschränkungen der persönlichen Freiheit durch die SED-Diktatur am eigenen Leib. Nun reiht er sich ein in die Reihe derer, die den Wolf der politischen Korrektheit gerne für den Hütehund halten.

Damit praktiziert er eben jene Haltung, durch die sich auch die Kirchenmänner in der von Papst Pius XI. angesprochenen Zeit auszeichneten. Diese hatten versucht, die „Krokodile“ der Reichsregierung in der Hoffnung zu füttern, als letzte von ihnen gefressen zu werden. Genützt hat es ihnen nichts und Pius XI. würde sich wohl im Grabe umdrehen, könnte er die aktuelle Anbiederung von Kirchenvertretern an den Zeitgeist mit ansehen.

Kein Mensch kann zwei Herren dienen und gerade jene, die dem Dienst für den einen Herrn verpflichtet sind, sollten sich beständig vergegenwärtigen, daß sie in Deutschland leben und der deutsche Staat säkularisiert ist. Damit haben sie zu schweigen, wenn es um politische Stellungnahmen geht, welche die einseitige Parteinahme erfordern. Das ist das Mindeste, was man hier von ihnen erwarten kann. Wer sich trotzdem – aus welchen Gründen auch immer – dazu berufen fühlt, sollte dringend darüber nachdenken, ob das Amt eines Bischofs, eines Präses oder eines Superintendenten noch das richtige für ihn ist.

Markus Beisicht, der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln und pro NRW nimmt Stellung zu dem Vorgang wie folgt:

Auszug aus der Stellungnahme von Rechtsanwalt Markus Beisicht:

"Wenn jetzt wirklich katholische Bischöfe erklären, daß wir dezidiert unchristlich wären, daß man unseren Standpunkt, der unter anderem besagt, daß wesentliche Teile der islamistischen Ideologie mit unserem Grundgesetz unvereinbar sind - Gleichbehandlung der Frau etc. -, daß dieser Standpunkt unchristlich ist, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn ich dann weiß, wie Islamisten mit Christen umgehen, wenn ich dann an die Christenverfolgungen in den islamischen Ländern denke, dann kann ich einen solchen Brief nur als Kapitulationserklärung vor dem Islamismus definieren oder erklären. "