Christen pro Köln ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro Köln,
der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozeß einbringt.

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10. Oktober 2009:

Weiterhin Entsetzen über "Ramadan Mubarak!" der katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen

Mit einem wissenschaftlich fundierten Schreiben nimmt Herr Dr. Christoph Heger in einem Brief an den Erzbischof von Köln Stellung zu dem Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009 'Ramadan Mubarak!'“ Wir drucken nachfolgend diesen Brief in voller Länge ab:

Ew. Eminenz, hochw. Herr Kardinal,

das oben genannte, unter dem 3. September des Jahres veröffentlichte Grußwort an die „Verantwortliche[ n] in den muslimischen Gemeinschaften“ trägt leider auch Ihre Unterschrift. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich Ihnen mit der gebotenen Präzision meine Kritik vortrage. Ich tue das als katholischer Christ mit allem Respekt vor der Würde Ihres Amtes. Der kann mich aber nicht hindern, meine Bedenken bzw. mein Entsetzen zum Ausdruck zu bringen.

Ich erlaube mir in aller Bescheidenheit den Hinweis, daß ich etwas vom Islam verstehe. Zum Nachweis dieser Tatsache füge ich diesem Brief meine jüngste Veröffentlichung auf dem Gebiet der Frühislam- und Koranforschung bei, die Ihr Interesse finden könnte.

Aus meiner Kenntnis des Islams möchte ich die Frage stellen, ob man als Christ wirklich „Ramadan mubarak“, einen „gesegneten Ramadan“ wünschen kann, wo es immerhin zum Ritus dieses Fastenmonats gehört, den Koran zu verlesen, in dem der Kreuzestod Jesu Christi geleugnet und die Christen (und Juden) mit wüsten Verwünschungen und Bedrohungen bedacht werden.

Oder kann man tatsächlich sagen, daß die Muslime im Ramadan „durch Fasten, Beten und Feiern den Glauben an den einen Gott […] vertiefen können“? Ich wage nicht zu urteilen, zu wem der einzelne Muslim sein Herz im Gebet erhebt, aber daß der Allah der islamischen Theologie „der eine Gott“ sei - dem widerspreche ich. Der Allah der islamischen Theologie ist eine Art allmächtiger Teufel, insofern er nämlich auch das böse Wollen und Tun seiner Geschöpfe positiv will und erschafft. Im übrigen: Ist es der eine Gott, der Christen wie mich im Koran verflucht und eben nicht - wie der Gott, den ich als Christ kenne - „will, daß alle Menschen das Heil erlangen und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2, 4)?

Ich weiß insbesondere, was Islamisierung eines Landes bedeutet - im Unterschied zu den Schwätzern in Politik und Medien, die uns mit dem Hinweis auf den Unterschied von Islam und „Islamismus“ ruhigstellen möchten - auf einen Unterschied, der für islamische Länder einen gewissen Sinn hat, für nichtislamische Länder aber schlicht unerheblich ist. Deshalb bin ich der Partei „Bürgerbewegung Pro Nordrhein-Westfalen“ (Pro NRW) beigetreten und - nach öffentlichen ehrenrührigen Angriffen aus der CDU - schließlich auch in ihr aktiv geworden.

Und deshalb bin ich schlicht entsetzt, daß die katholischen und evangelischen Kirchenführer - ausgerechnet in einem Grußwort an muslimische Verantwortliche - Beschuldigungen gegen Pro NRW erheben, die Punkt für Punkt unhaltbar sind:

Im Ergebnis muß ich die Behauptung [d]ie Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar für die Partei Pro NRW und für mich persönlich zurückweisen.

Wenn hingegen die Positionen, zu denen sich in dem auf diese Behauptung folgenden Satz „[d]ie evangelische und die katholische Kirche“ „bekannt“ haben, mit dem christlichen Glauben vereinbar oder sogar von ihm gefordert sein sollen, so möchte ich dazu folgendes sagen:

Ich schließe mit zwei Anmerkungen zum Vorwurf einer angeblichen „Verfassungsfeindlichkeit“ von Pro NRW, der zwar in dem „Grußwort“ nicht wiederholt wird, aber sonst vielfach - auch gelegentlich aus dem Klerus des Erzbistums Köln - in verleumderischer Weise gegen uns erhoben wird:

Zum Schluß darf ich meiner Hoffnung Ausdruck geben, daß die katholische Kirche in Deutschland und vor allem das Erzbistum Köln zu einer sachlichen Haltung gegenüber der Partei Pro NRW findet - wie es deren überwiegend christliche Mitglieder verdienen, die mir vielfach ihr Unverständnis über das „Grußwort“ zum Ausdruck gebracht haben.

unterzeichnet vom Vorsitzenden von Pro NRW im Rheinisch-Bergischen Kreis

Dr. Christoph Heger