Christen pro Köln ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro Köln,
der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozeß einbringt.

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Kölner Weihbischof zeigt Zunge

Die Internetseite des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend ist nicht ganz ohne Biß, verweist sie doch auf mehrere linke und linksextreme Seiten und kümmert sich zum Beispiel auch darum, ob "die Methode des Gender Mainstreaming im eigenen Verband bereits umgesetzt wurde bzw. welche Instrumente zur weiteren Umsetzung noch installiert werden müssen."

Der BDKJ ist also auf den Zug des derzeit wehenden Zeitgeistes aufgesprungen, auch wenn es um den "Kampf gegen Rechts" geht. Obwohl mittlerweile fast alle Aktionen gegen Rechts schon besetzt sind ("Saufen gegen Rechts" über "Malen gegen Rechts" bis hin zum "Lauf gegen Rechts" - fast keine Tätigkeit gibt es, die nicht schon gegen Rechts bemüht worden ist), ist der BDKJ in Köln noch erfinderisch geworden mit der Aktion "Zunge zeigen gegen Rechts".

Daß sich ein paar Politiker, die auch sonst dann und wann für mancherlei Erheitung sorgen, einer solchen Aktion anschließen, ist nicht weiter verwunderlich. Neu ist allerdings, daß auch der Kölner Weihbischof Dr. Heiner Koch an einer solchen Aktion teilgenommen hat und sich dabei fotografieren ließ.

Hier klicken, um das Foto vergrößert zu sehen.

Über die Aktion wurde in mehreren Internetblogs berichtet, was zu Hunderten meist kirchenkritischen Kommentaren geführt hat. Die dort angesprochenen Fragen lassen sich wie folgt bündeln:

- Ist es mit Amt und Würde eines katholischen Weihbischofs vereinbar, öffentlich pauschale Beleidigungen auszusprechen, wie es das Herausstrecken der Zunge ist?

- Ist eine pauschale politische Aussage "gegen Rechts" (noch nicht einmal gegen Rechtsextrem) mit dem kirchenpolitisch erforderlichen Neutralitätsgrundsatz vereinbar?

- Zeugt es nicht von einem Mangel an Standhaftigkeit, wenn man sich um eines kurzfristigen Vorteils wegen dem Zeitgeist beugt?

Für richtiges Aufsehen allerdings hätte Seine Eminenz gesorgt, wenn er die zumeist jugendlichen Mitglieder des BDKJ dazu veranlaßt hätte, bei dieser Aktion die Zunge gegen Links zu zeigen. Für eine solche allenfalls jugendgerechte - und mutige - Aktion gäbe es allen Grund, verbünden sich doch neuerdings katholische Laienorganisationen mit Angehörigen der umbenannten SED und weiteren Linksextremisten zu politischen Aktionen gegen das konservative und zu einem großen Teil katholische Bürgertum.

Erst vor kurzem hat der Kölner Erzbischof und Kardinal den Sozialismus als eine "Außenstation der Hölle" bezeichnet. Das klingt recht drastisch, aber die darin enthaltene Botschaft scheint bei manchen Vertretern des Klerus und der katholischen Laienorganisationen im Erzbistum Köln nicht angekommen zu sein.

Für die sicherlich nicht ganz bedachte Aktion des Kölner Weihbischofs gibt es überhaupt keinen Anlaß. Offenbar macht er sich keine Gedanken über die Zukunft der Jugendlichen im Bistum. Die demografische Entwcklung nämlich wird bei der derzeitigen Fortschreibung in zwei bis drei Jahrzehnten die heute noch jugendlichen Mitglieder der Deutschen Katholischen Jugend zur Minderheit im eigenen Land machen. Der türkischstämmige SPD-Politiker Vural Öger wird zitiert mit dem Ausspruch: „Das, was Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen“.

Noch mehr Kirchen werden dann stillgelegt oder einer anderen Verwendung zugeführt worden sein, und noch mehr Moscheen werden bis dahin in Deutschland gebaut sein. Ob dann Weihbischof Koch für den Fall, daß er ein gesegnetes Alter erreicht, immer noch die Zunge "gegen Rechts" herausstrecken wird?

"Quidquis agis prudenter agas et respice finem" - das möchte man gerne Herrn Weihbischof Dr. Koch künftig ans Herz legen.