
Christen
pro Köln ist einer von mehreren Arbeitskreisen der
Bürgerbewegung pro Köln,
der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite
vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozeß
einbringt.
03. Dezember 2009:
Gespräche über den Islam I
Im August 2007 strahlte der WDR einen Film über den damals 22Jährigen Barino aus, der als Jugendlicher zum Islam konvertiert war: Koran im Kopf. Im Jahr 2008 stieg Barino aus dem Islam aus. Dies wurde wiederum vom WDR dokumentiert: Koran im Kopf II . Zahlreiche andere Medien berichteten über Barino in der Presse und im Fernsehen.
Morris Barsoum, der Vater von Barino, war bereit, für Christen pro Köln seine Meinung zum Islam zu äußern. Morris Barsoum ist koptischer Christ, wuchs in Ägypten auf, heiratete später eine Deutsche und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Er hat unter anderem Mathematik und Physik studiert und ist ein ausgezeichneter Islam-Kenner.
Morris Barsoum:
Wir Christen im südländischen (islamischen) Raum wissen, daß die Menschen in Europa, im christlichen Abendland sehr humanistisch, sehr menschenorientiert und für die Menschenrechte sind. Aber man kriegt den ersten Schock, wenn man hierhin kommt, daß da überhaupt keine Solidarität mit diesen Minderheiten ist, die dort verfolgt werden.
Ich komme hierher und frage mich: Es ist fast ein Einwanderungsland, man nimmt jeden und ich hatte am Anfang das Gefühl, daß in Deutschland eher die Hautfarbe oder der Abstammungsort wichtiger ist als die Gesinnung, also daß das Thema Gesinnung bei der Beurteilung fast null und nichtig ist. Das war für mich natürlich eine Art Kulturschock. Wir nehmen hier jeden, und es dann ein Zufall, ob das am Ende ein Terrorist oder ein Atomphysiker wird. -
Wir haben hier keine ethischen und religiösen Werte mehr. Unser Auftreten hier im Westen gegenüber dem fundamentalistischen Denken der Muslime ruft keinen Respekt hervor, sondern es ruft im Bewußtsein der Moslems eher Verachtung hervor: Ihr habt ja keinen Gott und auch keine Prinzipien; ihr verteidigt euch nicht. -
Die Informationen der Menschen hier sind einseitig. Das heißt, es wird hier über die die Vergangenheit der Kirche sehr böse gesprochen. Aber wenn es um den Islam geht, haben die Leute hier in dieser Kultur fürchterliche Angst, irgendeine Kritik zu üben. - Der Islam ist auch nicht zu reformieren, denn jede Veränderung ist Blasphemie.
Morris Barsoum:
Die Art und Weise, wie man hier Aufklärung betreibt in den Medien, ist so, als würde man den Islam kritisch betrachten, doch kritische Fragen werden kaum zugelassen.
Morris Barsoum:
Die Frage ist: Ist so eine Kultur integrierbar oder nicht? Es ist das Recht der Deutschen, ihre kulturellen Werte zu erhalten. Es gibt keinen Fremdenhaß. Wenn ein Fremder sich integriert, auch im Herzen, im Intellektuellen, bereichert es tatsächlich eine Kultur.
Das Interview führte Regina Wilden für Christen pro Köln. Die Reihe "Gespräche über den Islam" wird fortgesetzt.